FFG Förderungen für F&E Einsteiger

Nach der Sommerpause dieses Blogs werden heute zwei bereits etablierte und beliebte Programme der FFG vorgestellt. Ihr besonderer Vorteil liegt u.a. darin, dass sie vergleichsweise rasch und unbürokratisch vergeben werden.

Ein wichtiges Anliegen der FFG ist es, KMU die Kooperation mit  Forschungseinrichtungen schmackhaft zu machen und so Forschungs- und Innovationsaktivitäten und -projekte anzuregen. Dazu hat die FFG zwei Förderinstrumente geschaffen:

Der kleine Bruder:  „INNOVATIONSSCHECK“
Max. 5.000 Euro, Bearbeitung ca. 4 – 6 Wo.

Der Innovationsscheck richtet sich ausschließlich an heimische KMU. Sie können den Scheck bei einer Forschungseinrichtung einlösen, um deren Leistung bis zu einem Gegenwert von max. Euro 5.000 in Anspruch zu nehmen. Übrigens können sie den Innovationsscheck jedes Jahr wieder beantragen, sofern sie mit unterschiedlichen F&E-Einrichtungen kooperieren.

Förderbar sind beispielsweise:

  • Ideenstudien (zB Konzeptentwicklungen, thematisch und technologisch offene bzw. auch nicht technologische Vor- und begleitende Studien,Vorarbeiten für technologische Problemlösungen)
  • Vorbereitungsarbeiten für ein Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben
  • Unterstützung bei der Prototypenentwicklung
  • Analyse von Technologietransferpotential
  • Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens (Prozess, Produkt, Technologie)
  • Konzepte für technisches Innovationsmanagement (v.a. im Zusammenhang mit Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens)

Der große Bruder „FEASABILITY STUDIES“
Max. 12.000 Euro, Bearbeitung max. 6 Wo.

Häufig trauen sich KMUs nicht ihre Ideen tatsächlich umzusetzen, weil gewisse Unsicherheit über die Machbarkeit oder mögliche Probleme im Entwicklungsprozess bestehen. Genau hier möchte die FFG unterstützend eingreifen und bietet mit der Programmlinie „Feasability Studies“ KMU die Möglichkeit, Machbarkeitsstudien bei Forschungseinrichtungen oder anderen qualifizierten Instituten zu beauftragen.

Förderbar sind

  • Aufzeigen von technischen Lösungsmöglichkeiten
  • Studien zur technischen Machbarkeit (proof of concept)

Derartige Studien können der Ausgangspunkt für ein konkretes F&E Projekt sein bzw. werden unrealistische Ideen rechtzeitig sichtbar. Die Studien gestatten es frühzeitig externes Expertenwissen ins Unternehmen zu holen und sind nicht selten Grundstein für nachfolgende Kooperationen. Entwickelt sich tatsächlich ein Forschungsprojekt, so ist es in vielen Fällen weiterhin von der FFG förderbar. Ein separater Antrag ist allerdings Voraussetzung.

Bei „Feasability Studies“ können nur externe Kosten bis max. Euro 12.000 gefördert werden (interne Kosten werden nicht unterstützt):

  • bis zu 75 % Zuschuss, wenn es sich um die Vorbereitung von industrieller Forschung handelt
  • bis zu 50 % Zuschuss, wenn es sich um die Vorbereitung von experimenteller Entwicklung handelt
  • bis zu 50% Zuschuss (nur für die externen Kosten!), wenn eine Studie mit hohen internen Firmenkosten, erstellt wird

UNTERSCHIEDE zwischen GROSSEM und KLEINEM BRUDER

  • Der wissenschaftliche beziehungsweise der technologische Anspruch ist beim Innovationsscheck niedriger als bei einer Feasibility Study
  • Während die Feasibiltiy Study sich auf die technische Machbarkeit beschränkt, sind die förderbaren Vorhaben beim Innovationsscheck breiter gefasst (z.B. neue Business Modelle u.ä.)
  • Der Innovationsscheck setzt generell einen kleineren Leistungsumfang durch die Forschungseinrichtung

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