FFG erhöht Förderung für Machbarkeitsstudien

Ein beliebtes Instrument der FFG ist die Förderung von Machbarkeitsstudien. Vorgestellt wurde das Programm bereits hier. Seit Beginn des Jahres  unterstützt die FFG „Feasability Studies“ in KMU mit einem Zuschuss von bis zu 30.000 Euro (bisher max. 12.000 Euro).

Folgenden Varianten stehen zur Auswahl:
  • bis zu 75 % Zuschuss (max. jedoch 30.000 Euro) bei Durchführung der Studie durch Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen etc., wenn es sich um die Vorbereitung industrieller Forschung handelt
  • bis zu 50 % Zuschuss (max. jedoch 20.000 Euro) bei Durchführung der Studie durch andere Unternehmen, wenn es sich um die Vorbereitung experimenteller Entwicklung handelt.

Durch die Erhöhung des Zuschusses wird es für KMU noch attraktiver konkrete F&E Vorhaben anzugehen. Verläuft die Machbarkeitsstudie entsprechend, ist die weitere Einreichung eines F&E Projekts beispielsweise im Basisprogramm der FFG oder in anderen Förderschienen bzw. bei anderen Förderstellen in vielen Fällen sinnvoll.

 

ZIT Call: Green Innovation 2011

Pünktlich zum Start der ersten rot-grünen Regierung in Wien schreibt das ZIT den nunmehr 4. „Umwelt-Call“ (im Rahmen der Förderlinie Innovation) aus.

Unterstützt werden damit Projekte, die wirtschaftliche und umwelttechnologische Nachhaltigkeit am Standtort Wien forcieren.
Konkret sollten die Projekte effiziente und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zum Ziel haben. Dies vor allem durch die Entwicklung und/oder Implementierung von Technologien mit klar positiven Umweltauswirkungen. Favorisiert werden Projekte, welche eine positive Auswirkung im ökologisch-ökonomischen Regelkreis zeigen und dabei vor allem auf Herausforderungen im Kontext „Stadt“ reagieren.

Folgende Technologiebereiche werden in der Ausschreibung beispielhalft genannt:

  • Recycling-, Reprocessing-, Substitutionstechnologien
  • Life Cycle Management, optimierter Ressourceneinsatz, Cleaner Production
  • Prozess-, Automatisierungstechnologien, Verfahrensinnovationen
  • Mess- und Frühwarnsysteme, Umweltmonitoring
  • Green IT, Green Office, Collaborative Planning
  • Energieversorgung der Zukunft, Energiemanagement
  • Nachhaltige Lösungen für Logistik und Menschenströme, Mobilitätsmanagement
  • Nachrüsttechnologien

Die Bewertungskriterien sind online abrufbar. Wichtig zu erwähnen ist, dass im Rahmen der Projekte neue oder deutlich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entstehen sollen.  Zwingende Voraussetzung ist die wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Projektergebnisse sowie die Entwicklung nachhaltiger Lösungen, welche mittel- bis langfristig direkt oder indirekt positive Umweltauswirkungen zeigen.

Facts

Einreichfrist: 02.03. 2011

Wer darf einreichen:
Wiener KMUs bzw. GründerInnen, alleine oder in Kooperation mit PartnerInnen.

Barwert:
Kleine Unternehmen: 35% der Projektkosten
Mittlere Unternehmen: 25 % der Projektkosten
(max. 250.000 Euro Zuschuss)

Zusätzlich Preisgelder für die besten 3 Projekte, sowie 10.000 Euro extra für Projekte, die von Frauen geleitet werden.

aws: ProTRANS (Produktfindung, Technologietransfer, Innovationsmanagement)

Mit ProTRANS führt die aws ein Förderprogramm, das darauf abzielt die innovative Leistungsfähigkeit von KMUs zu stärken. Im Gegensatz zur überwiegenden Mehrzahl an Förderprogrammen geht es nicht um die Unterstützung eines einzelnen Forschungs- oder Innovatiosprojekts sondern um die nachhaltige Schaffung organisatorischer Voraussetzungen in den Bereichen strategische Produktfindung, Innovationsmanagement sowie konkrete Maßnahmen des Technologietransfers.

Unterstützt werden Kooperationsprojekte mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bzw. Unternehmen mit hoher Technologiekompetenz zur

  • Entwicklung/Verbesserung der Unternehmensstrategie im Hinblick auf die Optimierung des eigenen Produktportfolios bzw. der Nutzung von technologischen Potentialen
  • Einführung von Methoden des Innovationsmanagements zur nachhaltigen Stärkung der Innovationskraft
  • Strategischen Produktfindung auf Basis kooperativer F&E bzw. Innovations-Projekte

 

Ein ProTRANS Projekt läuft typischer Weise in zwei Phasen ab:

  • Definitionsphase: Die aws fördert die Erstellung eines detaillierten Plans zur Einführung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen unter Zuhilfenahme externen Wissens oder externer Experten mit bis zu 50% der Kosten in Form von Barzuschüssen.
  • Umsetzungphase: Die Umsetzung des Plans in konkrete Maßnahmen unterstützt die aws mit bis zu 35% der Kosten in Form von Barzuschüssen.

 

Facts

Einreichfrist:
laufende Einreichung möglich

Barwert/Förderhöhe:
Definitionsphase: max. 50% Förderquote, max. Barwert 50.000 Euro
Umsetzungsphase: max. 35% Förderquote

Die Gesamtförderung beträgt max. 300.000 Euro, der minimale Projektumfang liegt bei 40.000 Euro

Laufzeit:
Max. 24 Monate für das gesamte Projekt, davon max. 8 Monate für die Definitionsphase

A3plus – Alternative Antriebssysteme und Treibstoffe

Einer der FFG-Förderschwerpunkte liegt im Bereich „Intelligente Verkehrssysteme und Services“. Derzeit läuft die 4. Ausschreibung zum Thema „A3plus – Alternative Antriebssysteme und Treibstoffe“.

Förderbar sind kooperative F&E-Projekte sowie stimulierende Maßnahmen als Vorbereitung – sogenannte Konzeptinitiativen. Letzteres hat die Förderung von Projekten und Projektideen junger Unternehmen und ExpertInnen zum Ziel. Es sollen neue und innovative Ideen mit technologischem und wirtschaftlichem Verwertungspotenzial frühzeitig aufgegriffen werden. Gleichzeitig kann diese Projektart als Vorbereitung auf nationale oder internationale Ausschreibungen dienen. Projekte und Projektideen können auch im Rahmen von Diplomarbeiten und insbesondere Dissertationen abgewickelt werden.

Inhaltlich werden folgende Themen angesprochen:
1. Alternativantriebssysteme für Straßenverkehr, Schienenverkehr, Schifffahrt
2. Fahrzeugelektronik für energieeffiziente Steuerung/Regelung und Systemmanagement
3. Innovative Speicherkonzepte
4. Alternative Treibstoffe
5. Entwicklung erforderlicher Versorgungsinfrastrukturen für Alternativantriebe

(Achtung: Ausdrücklich nicht angesprochen sind Projekte, die Themenstellungen aus der Kombination eines klassischen Otto- bzw. Dieselmotors mit einem klassischen Otto(Benzin)- bzw. Dieseltreibstoff bearbeiten. Die Kombination mit alternativen Kraftstoffen ist jedoch ein möglicher Projektgegenstand.)

Ziel ist es Projekte anzuregen, welche industrielle und universitäre bzw. außeruniversitäre Forschung über den gesamten F&E-Zyklus abbilden. Damit soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie im Bereich der Antriebstechnologie unterstützt und ein Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Forschung gefördert werden. Darüber hinaus soll durch die Förderung technologischer Problemlösungen ein Beitrag geleistet werden, die soziale und ökologische Verträglichkeit aller Oberflächenverkehre (Straße, Schiene, Schifffahrt) zu erhöhen.

Einreichen können heimische Unternehmen, gemeinschaftliche Einreichungen sind möglich und erwünscht! Förderbar sind auch die Kosten von universitären wie außeruniversitären wissenschaftlichen Instituten.

Facts:

Einreichfrist: 01.12.2010, 12 Uhr

Barwert/Förderqutoe:
*Kooperative Forschungsprojekte: abhängig von Unternehmensgröße und Zuordnung zu Industrieller Forschung bzw. Experimenteller Entwicklung, zwischen 30 und 80 Prozent.
*Konzeptinitiativen: bis zu 100%

Laufzeit:
*Kooperative Forschungsprojekte max. 24 Mon.
*Konezptinitiativen max. 12 Mon.

3. Ausschreibung: FemTech FTI-Projekte

Derzeit läuft die 3. Ausschreibung im Programm FemTech FTI-Projekte, welche zukunftsrelevante Forschungsfelder und Produkte mit Gender-Dimension initiieren und unterstützen will.

Die Einreichung ist noch bis 17. Nov. 2010 möglich. Im Wesentlichen gibt es keine Änderungen zur 2. Ausschreibung.

Es können maximal 200.000 Euro Förderung gewährt werden, wobei in Abhängigkeit von F&E-Kategorie und Unternehmensgröße bis zu 70% Barwert erreicht werden können. Die Laufzeit eines Förderprojekts kann zwischen 1 und 3 Jahren variieren.

Interessant für EinreicherInnen ist sicher zu erfahren, welche Projekte bei den vergangenen Ausschreibungen bewilligt wurden. Eine komplette Auflistung finden sie hier.

aws: PreSeed bis zu 100% Projektfinanzierung

Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum fokussiert die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) auf Unternehmensfinanzierung und Unternehmensberatung. Im Mittelpunkt steht die Förderung und Finanzierung von Unternehmensgründungen und Unternehmenswachstum, wozu zahlreiche Förderinstrumente zur Verfügung stehen. Das nachfolgend vorgestellte PreSeed Programm eignet sich für Personen die ein stark technologielastiges Unternehmen gründen wollen, dazu jedoch noch Forschungsarbeiten durchführen müssen.

aws: PreSeed

Förderbar sind Vorhaben der angewandten Forschung und Entwicklung – konkret das Erarbeiten eines ersten Proof-of-Prinziple bzw. eines Prototypen, welche/r eine Unternehmensgründung zur wirtschaftlichen Verwertung nach sich zieht. Wesentliche Kriterien sind neben Patentierbarkeit, Kommerzialisierbarkeit und Qualifikation des Teams vor allem die Technologieintensität sowie ein zu erwartender Technologiesprung.

Aktuell gibt es im PreeSeed Programm der aws zwei Scherpunkte:
–          PreSeed LISA: für Biotech-Projekte
–          PreSeed IT & Physical Sience: für Projekte aus IKT, Physik oder
anderen technische Wissenschaften

Zusätzlich werden immer wieder Sonderausschreibungen in Form von Calls zu speziellen Themen geöffnet, wobei der Anspruch an die Technologieintensität und Neuheit unterschiedlich gesetzt wird.

Facts:

– Zuschuss von bis zu 100%, bis 31.12.2010 max. 500.000 Euro
(danach max. 200.000 Euro)
– Laufzeit: max. 2 Jahre (typischer Weise jedoch rund 1 Jahr)
– Einreichung: laufend
, Entscheidung fällt quartalsweise (außer Calls)

waff: Innovationsassistenz

Die letzte Ausschreibung des waff wurde am 06.09.2010 geschlossen. Wie immer werden vor allem Personalkosten für neue MitarbeiterInnen gefördert. Voraussetzung ist, dass ein innovatives Projekt durchgeführt wird, an dem der oder die neue(n) MitarbeiterIn(nen) wesentlich mitwirken.

Es kann sich dabei um Projekte mit F&E Bezug bzw. im Bereich Kommunikation oder Organisation handeln. Der Rahmen ist also recht breit, allerdings muss tatsächlich ein eindeutig innovativer Charakter gegeben sein. Voraussetzung ist außerdem, dass im Rahmen des Projekts mindestens eine Weiterbildungsmaßnahme stattfindet.

Gefördert werden Personalkosten (max. 47.000 Euro Zuschuss),  Weiterbildungskosten (max. 7.300 Euro) Zuschuss und Kosten für Beratungsleistungen (max. 4.700 Euro Zuschuss). Der Förderbarwert beträgt in jedem Fall max. 50%.

Einreichen können ausschließlich Wiener Unternehmen. Die nächste Ausschreibung findet von 10.01. – 14.03.2011 statt.

Forschung in Wien

Am vergangenen Wochenende fand im Prater das 3. „Wiener Forschungsfest“ statt. Trotz der bevorstehenden Wahlen in Wien stand jedoch tatsächlich die Forschung im Mittelpunkt und nicht der Wahlkampf. Initiatorin des Forschungsfests ist Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Durchgeführt wurde es vom ZIT (Zentrum für Innovation und Technologie). Vertreten waren daher vor allem vom ZIT geförderte und/oder der Stadt Wien nahe stehende Forschungseinrichtungen und  -projekte.

Anlässlich des Forschungsfests ein paar Fakten über Forschung in Wien:

In Wien werden jährlich rund 2 Mrd. Euro für Forschung ausgegeben, das sind 43% der F&E Ausgaben Österreichs. Die meisten forschenden Unternehmen sind KMUs.

Die Stadt Wien unterstützt sehr bewusst gewisse Forschungsschwerpunkte und konnte dadurch in den vergangenen Jahren auch dazu beitragen besonders gute Forschungsleistungen hervorzubringen. Diese Schwerpunkte sind:

  • Life Sience
  • Creative Industries
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Verkehr und Logistik.

So konnte sich Wien beispielsweise im Bereich Life Sience in den letzten 10 Jahren als wichtiger Standort etablieren. 250 Biotech- und Pharmabetriebe sowie 300 Medizintechnik Unternehmen sind in Wien angesiedelt. Sie beschäftigen 28.000 Personen, 11.000 davon in der Forschung.

Auch der Creative Industries Bereich nimmt eine beeindruckende Entwicklung. 15,5% aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in Wien sind im Kunst-, Kultur- und Kreativebereich angesiedelt. Österreichweit liegt dieser Anteil lediglich bei 8,6%.

Forschungsförderung macht also wirklich Sinn. Natürlich ist das ZIT nicht die einzige Förderagentur, die Forschung in Wien finanziert. Aber das ZIT hat mit Sicherheit das breiteste Angebot um Unternehmen in ihren F&E Initiativen zu unterstützen, und zwar weit über die reine Forschungsförderung hinaus. Dazu zählen beispielsweise Dienstleistungen wie die Technologieberatung zur gezielten Vermittlung passender wissenschaftlicher PartnerInnen, die Entwicklung von Immobilienprojekten zur gezielten Unterstützung von Forschungsfeldern, Aktionen zur Sichtbarmachung von Wiener Forschungsleistungen, Initiativen zur Förderung des Forschungsnachwuchses  sowie von Frauen in der Forschung uvm.

Somit an dieser Stelle einmal ein großes Lob an das ZIT. Die Service Orientierung ist toll, bringt was und ist auch in der Abwicklung der Förderprojekte zu spüren.

FFG Förderungen für F&E Einsteiger

Nach der Sommerpause dieses Blogs werden heute zwei bereits etablierte und beliebte Programme der FFG vorgestellt. Ihr besonderer Vorteil liegt u.a. darin, dass sie vergleichsweise rasch und unbürokratisch vergeben werden.

Ein wichtiges Anliegen der FFG ist es, KMU die Kooperation mit  Forschungseinrichtungen schmackhaft zu machen und so Forschungs- und Innovationsaktivitäten und -projekte anzuregen. Dazu hat die FFG zwei Förderinstrumente geschaffen:

Der kleine Bruder:  „INNOVATIONSSCHECK“
Max. 5.000 Euro, Bearbeitung ca. 4 – 6 Wo.

Der Innovationsscheck richtet sich ausschließlich an heimische KMU. Sie können den Scheck bei einer Forschungseinrichtung einlösen, um deren Leistung bis zu einem Gegenwert von max. Euro 5.000 in Anspruch zu nehmen. Übrigens können sie den Innovationsscheck jedes Jahr wieder beantragen, sofern sie mit unterschiedlichen F&E-Einrichtungen kooperieren.

Förderbar sind beispielsweise:

  • Ideenstudien (zB Konzeptentwicklungen, thematisch und technologisch offene bzw. auch nicht technologische Vor- und begleitende Studien,Vorarbeiten für technologische Problemlösungen)
  • Vorbereitungsarbeiten für ein Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben
  • Unterstützung bei der Prototypenentwicklung
  • Analyse von Technologietransferpotential
  • Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens (Prozess, Produkt, Technologie)
  • Konzepte für technisches Innovationsmanagement (v.a. im Zusammenhang mit Analysen zum Innovationspotential des Unternehmens)

Der große Bruder „FEASABILITY STUDIES“
Max. 12.000 Euro, Bearbeitung max. 6 Wo.

Häufig trauen sich KMUs nicht ihre Ideen tatsächlich umzusetzen, weil gewisse Unsicherheit über die Machbarkeit oder mögliche Probleme im Entwicklungsprozess bestehen. Genau hier möchte die FFG unterstützend eingreifen und bietet mit der Programmlinie „Feasability Studies“ KMU die Möglichkeit, Machbarkeitsstudien bei Forschungseinrichtungen oder anderen qualifizierten Instituten zu beauftragen.

Förderbar sind

  • Aufzeigen von technischen Lösungsmöglichkeiten
  • Studien zur technischen Machbarkeit (proof of concept)

Derartige Studien können der Ausgangspunkt für ein konkretes F&E Projekt sein bzw. werden unrealistische Ideen rechtzeitig sichtbar. Die Studien gestatten es frühzeitig externes Expertenwissen ins Unternehmen zu holen und sind nicht selten Grundstein für nachfolgende Kooperationen. Entwickelt sich tatsächlich ein Forschungsprojekt, so ist es in vielen Fällen weiterhin von der FFG förderbar. Ein separater Antrag ist allerdings Voraussetzung.

Bei „Feasability Studies“ können nur externe Kosten bis max. Euro 12.000 gefördert werden (interne Kosten werden nicht unterstützt):

  • bis zu 75 % Zuschuss, wenn es sich um die Vorbereitung von industrieller Forschung handelt
  • bis zu 50 % Zuschuss, wenn es sich um die Vorbereitung von experimenteller Entwicklung handelt
  • bis zu 50% Zuschuss (nur für die externen Kosten!), wenn eine Studie mit hohen internen Firmenkosten, erstellt wird

UNTERSCHIEDE zwischen GROSSEM und KLEINEM BRUDER

  • Der wissenschaftliche beziehungsweise der technologische Anspruch ist beim Innovationsscheck niedriger als bei einer Feasibility Study
  • Während die Feasibiltiy Study sich auf die technische Machbarkeit beschränkt, sind die förderbaren Vorhaben beim Innovationsscheck breiter gefasst (z.B. neue Business Modelle u.ä.)
  • Der Innovationsscheck setzt generell einen kleineren Leistungsumfang durch die Forschungseinrichtung

FFG: Collective Research – gemeinsames forschen innerhalb einer Branche

Mit dem Förderprogramm „Collective Research“ unterstützt die FFG vorwettbewerbliche Forschung.  Die Forschungsergebnisse müssen einer größeren Gruppe von Unternehmen bzw. einer gesamten Branche zur Verfügung gestellt werden.  Daher handelt es sich um F&E Projekte, welche nicht unmittelbar zu wirtschaftlich verwertbaren Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsentwicklungen führen. Es geht vielmehr darum, die Grundlage für zukünftige Normen bzw. Richtlinien zu schaffen oder technische Branchenprobleme zu lösen.

Einreichen können ein derartiges Branchenforschungsprojekt Interessensvertretungen (zB Fachverbände) oder Forschungsinstitute.  (Hinweis: Universitäten und Fachhochschulen können nur als Subauftragnehmer von Interessensvertretungen teilnehmen.) Auch Konsortien können einreichen. Diese müssen aus mindestens einem Forschungsinstitut sowie einer Interessensvertretung oder mindestens drei Unternehmen bestehen.

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 60 Prozent. Die Restfinanzierung erfolgt durch die Einreicher bzw. die Konsortialpartner, wobei mindestens 20 Prozent als Barleistung und maximal 20 Prozent als bewertbare Sachleistungen  aufgebracht werden müssen.

Eine Einreichung ist laufend im Rahmen des Basisprogramms der FFG möglich.

Neuer ZIT CALL: IKT 2010 Wien

Das ZIT wird in Kürze seinen nächsten Calls für F&E Projekte öffnen. Inhaltlicher Schwerpunkt des Calls sind IKT Forschungsprojekte, die sich mit der Vernetzung von Mensch und Maschine beschäftigen. Konkret können einschlägigen Projekte aus folgenden Bereichen gefördert werden:

  • Elektronische Bibliothek
  • Semantic Web und Semantic Web Services
  • Pervasive and Ubiquitous Computing
  • Semantische Systeme (künstliche intelligente Systeme, Schnittstelle Mensch – Maschine)
  • Cognitive Systeme (lernende Systeme, Interaktion und gemischte Realitäten)
  • Virtuelle Realitäten
  • Sensorik und Robotik (IT in der Medizintechnik an der Schnittstelle Mensch – Maschine)
  • e-government
  • privacy, Sicherheit – Sicherheitsmängel, geistiges Eigentum, freie Meinungsäußerung, unbeherrschbare Komplexität (Unmastered Complexity), Datenschutz, Überwachung, Technologiefolgenabschätzung
  • Open Source Software gemäß den unter www.opensource.org/licenses/ gelisteten Lizenzen

Wie immer ist Voraussetzung, dass die Forschungsprojekte zu neuen oder deutlich verbesserten Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen führen, die wirtschaftlich verwertbar sind.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der Unternehmensgröße sowie von der Zuordnung des Forschungsprojekts bzw. einzelner Projektschritte zu den Bereichen Industrielle Forschung oder Experimentelle Entwicklung ab. Außerdem können gemeinschaftlich eingereichte Projekte mit einem höheren Barwert rechnen. Die Bandbreite liegt bei Zuschüssen von 80 % – zB für Kooperative  Industrielle Forschung für ein Kleinunternehmen – und 25% – für die Experimentelle Entwicklung eines Großunternehmens.

Zusätzlich gibt es 10.000 Euro Bonus, wenn die Projektleitung bei einer Frau liegt und die drei besten Projekte erhalten Preisgelder in Höhe von 15.000, 10.000 bzw. 5.000 Euro. Insgesamt stehen für den Call 1,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Eine wirklich interessante Sache also, bei der mit vielen Projektanträgen zu rechnen ist.

Das Einreichfenster ist übrigens 07.06 – 07.09.2010.

Sind innovative Dienstleistungen förderbar?

Diese Frage lässt sich eindeutig mit JA beantworten. Nicht zuletzt seit Anfang dieser Woche die offizielle Auftaktveranstaltung zur Dienstleistungsoffensive des BMWFJ, abgewickelt von der FFG, stattfand.

Im Grunde handelt es sich bei der Dienstleistungsoffensive um zusätzliches Budget von 9 Mio. Euro, die im Rahmen der Basisprogramme der FFG bis Ende des Jahres sowie beim aktuellen Einreichfenstern der FFG Programmlinien COIN vergeben werden.  Die Bewertungskriterien sind somit von diesen Programmen bestimmt.

F&E- und Innovationsprojekte, die in innovativen Dienstleistungen resultieren, wurden übrigens auch bisher schon gefördert sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene, zB durch FFG, ZIT, departure oder impulse um nur ein paar Förderinstitute zu nennen.

Was sind nun aber innovative Dienstleistungen?

Im IKT-Bereich lässt sich diese Frage sehr gut an einem Beispiel beantworten. Entwickelt ein Unternehmen eine neue Software (wobei es verschiedene technische Herausforderungen geben sollte), so muss die wirtschaftliche Verwertung nicht unbedingt im Verkauf der Software in Form eines Lizenzmodells o.ä. bestehen. Es reicht, sie im Rahmen einer neuen Dienstleistung (zB  spezielle Auswertungen, Content- oder Datenaufbereitung etc. die bisher nicht möglich waren) durch das Unternehmen selbst einzusetzen.

Neuer ZIT Call: „Die Stadt 2020“

Mit seinem aktuellen Call „Die Stadt 2020“ sucht das ZIT Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit innovativen Technologien und Ideen, welche das Potential haben, Wiens Zukunft aktiv mitzugestalten.

Im Zentrum stehen dabei der Ausbau der Lebensqualität, die Sicherung von Ressourcen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.  Wie das ZIT selbst schreibt, werden Vorhaben zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen von Wiener Unternehmen unterstützt, die eine Stadt von morgen gleichsam als Voraussetzung zur Gestaltung, zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben und zur Sicherung ihrer Strukturen brauchen.

Die F&E-Projekte können aus folgenden Bereichen stammen:

  • Wohnen, Bauen und Stadtumbau
  • Verkehr und Mobilität
  • Ver- und Entsorgung (z.B. Wasser, Energie, Abfallentsorgung, und -vermeidung
  • Gesundheits- und Pflegeinfrastruktur (insbesondere Ambient Assisted Living)

IKT gilt als Querschnittstechnologie, entsprechende Projekte werden in allen vier Bereichen akzeptiert.

Voraussetzung ist ein wirtschaftlich verwertbares Projektergebnis, wobei es sich um  neue oder deutlich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen handeln muss, welche sich mit Herausforderungen und Probleme einer europäischen Stadt um 2020 befassen.

Die Förderhöhe richtet sich nach der Unternehmensgröße (Großunternehmen: 25%, Mittlere Unternehmen:35%, Kleine Unternehmen 45%). Förderbar sind ausschließlich Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, wobei neben Personalkosten auch Beratungsleistungen anerkannt werden.

Einreichschluss: 17. Juni 2010

Am 15.04.2010 findet von 10.00 bis 12.00 Uhr eine Infoveranstaltung des ZIT statt ( Planungswerkstatt, Friedrich-Schmidt-Platz 9, 1010 Wien).

Sparkling Sience – Forschung macht Schule

Seit heute ist die 3. Ausschreibung des Programms Sparkling Sience offen, das sich die Kooperation  zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen zum Ziel setzt.

Das Programm setzt sich aus zwei Schienen zusammen:

1)      Forschungsprojekte – Wissenschaft ruft Schule

Hier können Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, FHs und Pädagogische Hochschulen Projekte einreichen, sofern darin SchülerInnen und ggf. auch LehrerInnen als direkte Partner mitarbeiten.

2)      Schulforschungsprojekte – Schule ruft Wissenschaft

Schulen können forschungsorienteierte Schulprojekte zur Prämierung einreichen, mit dem sie laufende Forschungsaktivitäten einer Wissenschafterin oder eines Wissenschafters  unterstützen.

Dieser Blog richtet sich primär an Unternehmen. Warum also ein eigener Eintrag für Sparkling Sience?

Unternehmen, die an einem passenden Forschungsprojekt mitwirken, werden in Schiene 1) Forschungsprojekte ebenfalls als Partner anerkannt und können Kosten geltend machen. Einzige Voraussetzung ist, dass Einreichung und Projektleitung bei einer Forschungseinrichtung liegen.

Sehr interessant ist auch die Förderintentsität: max. 170.000 Euro, bei max. 2 Jahren Laufzeit. Es müssen lediglich 10% Eigenmittel bereitgestellt werden.

Ende der Einreichfrist: 06.04.2010, 12 Uhr

Ein spannendes Programm für Schulen, Forschungseinrichtungen UND Unternehmen. Lassen Sie sich inspirieren!

generation innovation

Der Sommer ist noch weit und wahrscheinlich werden nur die wenigsten SchülerInnen die bevorstehenden Semesterferien nutzen, um einen Gedanken an ihren Sommerjob zu verschwenden.

Das Förderprogramm der FFG für die Aufnahme von PraktikantInnen startet aber bereits: generation innovation Praktika vormals „Forschung macht Schule – Innovationsprakika“. Das Programm ist Teil der vom BMVIT ins Leben gerufenen Initiative „generation innovation“.

Ziel des Programms ist es, hochwertige Praktikumsplätze für interessierte SchülerInnen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu schaffen. Forschende Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen dazu angeregt werden, SchülerInnen in Form eines Sommerpraktikums erste Praxiserfahrungen und somit eine Orientierungshilfe für den weiteren Bildungs- und Berufsweg zu ermöglichen. Pro PraktikantIn werden pauschal 1.000 Euro gefördert. Zusätzlich können Praktikantenstellen auf der Praktikantenbörse „generation innovation“ ausgeschrieben werden.Einreichfrist: 30. Juli 2010

Sollten sie hingegen Interesse an einer Initiative haben, die über ein ganzes Schuljahr oder auch länger geht und neben verschiedenen Schulen auch eine Forschungseinrichtung einbindet, bietet die Initiative generation innovation die Möglichkeit Projekte im Rahmen vongeneration innovation Regionen“ zur Förderung einzureichen. Förderungen bis zu 45.000 Euro sind möglich.

Gefördert werden innovative Bildungsaktivitäten für Kinder und Jugendliche rund um ein regionales naturwissenschaftlich-technisches Thema. Die eingereichten Projekte sollen Kindern und Jugendlichen quer durch die gesamte Bildungskette stärkere Anreize für die Auseinandersetzung mit Forschung, Technologie und Innovation im Bereich Naturwissenschaften und Technik bieten. Einreichfrist: 26. Februar 2010